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Reykjavik
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Wer selbständig in Island unterwegs ist, sollte unbedingt die Webseite kennen:

Wichtige Verkehrsregeln:
Grundregeln:
- Rechtsverkehr
- Lichtpflicht: Abblendlicht immer an
- Anschnallpflicht für alle Insassen
- Handyverbot am Steuer (nur Freisprechanlage erlaubt)
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- Innerorts: 50 km/h
- Schotterstraßen: 80 km/h
- Asphaltstraßen: 90 km/h
Alkohol & Drogen:
- Promillegrenze: 0,02 %
- Empfehlung: komplett auf Alkohol verzichten
Straßenarten & Besonderheiten:
- Ringstraße (Route 1): wichtigste Straße rund um Island
- F-Straßen: – Nur im Sommer geöffnet und nur mit
Allradfahrzeug erlaubt – Flussdurchquerungen möglich
Naturgefahren:
- Starker Wind
- Schafe auf der Straße
- Plötzliche Wetterwechsel
- Schotterstraßen und Steinschlaggefahr
Tanken & Infrastruktur:
- Tankstellen außerhalb größerer Orte selten
- Kartenzahlung mit PIN erforderlich
- Rechtzeitig tanken
Parken:
- In Städten oft kostenpflichtig
- Parken in der Natur verboten
Wichtige Verbote:
- Offroad-Fahren streng verboten
- Nicht auf unbefestigten Flächen fahren
Dinge die man in Island lassen sollte:
Respekt gegenüber der Natur
Nicht auf Moos treten: Es ist extrem empfindlich und braucht Jahrzehnte, um nachzuwachsen.
Keine Offroad-Fahrten: Das ist illegal, zerstört die Natur und kostet tausende Euro Strafe.
Keine Steintürme bauen: Es stört das Ökosystem und die Optik der unberührten Landschaft.
Keine Pflanzen pflücken: Viele Arten stehen unter Naturschutz.
Niemals Absperrungen ignorieren: Sie sind da, um dich (oder die Natur) zu schützen.
Kein „Wild-Camping“: Nutze offizielle Campingplätze; Schlafen im Auto am Straßenrand ist verboten.
Keine Drohnen in Nationalparks: Oft verboten, um Tiere und andere Besucher nicht zu stören.
Müll niemals liegen lassen: Island hat ein sehr sauberes Image, hilf mit, das so zu halten.
Sicherheit (Überlebenswichtig!)
Den Wind nicht unterschätzen: Er kann Autotüren aus den Angeln reißen (beim Öffnen immer festhalten!).
Nicht zu nah an die Brandung in Reynisfjara: Die „Sneaker Waves“ ziehen Menschen regelmäßig ins Meer.
Wettervorhersagen nicht ignorieren: Schau täglich auf vedur.is.
Straßensperrungen ernst nehmen: Wenn eine Straße gesperrt ist, hat das einen Grund (meistens Lebensgefahr).
Keine Wanderungen ohne Anmeldung: Hinterlasse deinen Plan bei safetravel.is.
Nicht in heiße Quellen springen, ohne zu testen: Manche sind kochend heiß ($100°C$).
Nicht ohne Allrad (4×4) ins Hochland fahren: Mit einem Kleinwagen bleibst du dort stecken.
Niemals auf Eisberge klettern: Sie können jederzeit umkippen (z.B. bei Jökulsárlón).
Kultur & Etikette
Nicht ungeduscht in den Pool: In Island duscht man nackt und gründlich, bevor man das Schwimmbad betritt.
Sich nicht über den Walfang beschweren: Ein sehr sensibles politisches Thema.
Kein Plastikwasser kaufen: Das Leitungswasser ist eines der saubersten der Welt.
Die Isländer nicht nach Elfen fragen: Die meisten glauben nicht wirklich daran, finden die Frage aber klischeehaft.
Ein Islandpferd niemals Pony nennen.
Kein Trinkgeld geben: Es ist in den Preisen enthalten und wird nicht erwartet.
Nicht über das Wetter meckern: Die Isländer wissen selbst, dass es wechselhaft ist.
Keine Schuhe im Haus tragen: In Privatwohnungen zieht man sie traditionell aus.
Nicht drängeln: Isländer sind meist sehr entspannt und schätzen Höflichkeit.
Finanzen & Shopping
Nicht ohne Kreditkarte reisen: Man zahlt hier alles – selbst das kleinste WC – mit Karte.
Bier nicht im Supermarkt suchen: Dort gibt es nur Leichtbier ($< 2,25\%$). Richtiges Bier gibt es nur im Vínbúðin.
Den Duty-Free am Flughafen nicht ignorieren: Es ist der günstigste Ort, um Alkohol zu kaufen.
Nicht davon ausgehen, dass Island günstig ist: Es ist eines der teuersten Länder der Welt.
Keine Souvenirs aus Massenproduktion kaufen: Achte auf das „Handknitting Association of Iceland“-Label für echte Islandpullis.
Unterwegs auf den Straßen
Nicht mitten auf der Straße anhalten für Fotos: Das ist brandgefährlich. Nutze Parkbuchten.
Schafe nicht unterschätzen: Sie haben Vorfahrt und rennen oft im letzten Moment los.
Einspurige Brücken nicht im Renntempo überqueren: Wer zuerst da ist, fährt zuerst.
Nicht vergessen zu tanken: In abgelegenen Gebieten können Tankstellen selten sein.
Nicht zu schnell fahren: Die Blitzer sind teuer und die Tempolimits (meist $90\text{ km/h}$) haben Sicherheitsgründe.
Licht am Auto nicht ausschalten: Es muss gesetzlich immer an sein (Tagfahrlicht).
Essen & Trinken
Warmes Wasser nicht direkt trinken: Es kommt oft aus Schwefelquellen und riecht/schmeckt nach faulen Eiern. Nutze kaltes Wasser.
Nicht nur Fast Food essen: Die isländische Küche (Lamm, Fisch) ist exzellent.
Hákarl (Gammelhai) nicht unterschätzen: Probier es, aber hab eine Serviette parat.
Sich nicht über den Preis von Gemüse wundern: Vieles muss in Gewächshäusern mit künstlichem Licht gezüchtet werden.
Sonstiges
Die Nordlichter nicht im Sommer erwarten: Dann ist es 24 Stunden hell.
Keine Wale beobachten, wenn man leicht seekrank wird: Der Nordatlantik ist rau.
Nicht erwarten, Papageitaucher überall zu sehen: Sie sind nur von Mai bis August an bestimmten Klippen.
Namen nicht falsch verwenden: Isländer werden mit Vornamen angesprochen (auch der Premierminister).
Sich nicht auf Google Maps blind verlassen: Manchmal führt es dich auf Feldwege, die für dein Auto nicht geeignet sind.
Keine Münzen in Thermalquellen werfen: Das zerstört die Chemie und Optik.
Nicht ohne Regenkleidung aus dem Haus gehen: Auch wenn die Sonne scheint.
Nicht denken, man könne „Island in 3 Tagen“ sehen: Die Insel ist groß, nimm dir Zeit.
Blaue Lagune nicht ohne Vorab-Buchung besuchen: Du wirst wahrscheinlich abgewiesen.
Den Schwefelgeruch nicht persönlich nehmen: Man gewöhnt sich an den Geruch nach Eiern beim Duschen.
Nicht vergessen, die Kamera wegzulegen: Manchmal muss man die Magie einfach mit den eigenen Augen genießen.
Dinge die man in Island machen sollte:
Natur & Abenteuer
In einer natürlichen heißen Quelle baden: Such dir abseits der Blue Lagoon kleine, wilde Quellen wie die Hrunalaug.
Hinter einen Wasserfall gehen: Am Seljalandsfoss kannst du (mit Regenjacke!) hinter den Wasserschleier treten.
Auf einem Gletscher wandern: Buche eine geführte Tour auf dem Vatnajökull – das Blau des Eises ist unbeschreiblich.
Die Ringstraße (Route 1) fahren: Einmal um die ganze Insel, um die krasse Vielfalt der Landschaft zu sehen.
Wale beobachten: Fahr nach Húsavík, der Wal-Hauptstadt des Nordens.
Schwarze Sandstrände besuchen: Der Sand in Vík sieht aus wie von einem anderen Planeten.
Eine Eishöhle besichtigen: Im Winter sind die kristallblauen Höhlen unter den Gletschern ein Muss.
In der Silfra-Spalte schnorcheln: Das klarste Wasser der Welt zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Platte.
Papageitaucher beobachten: Im Sommer an den Klippen von Látrabjarg oder auf den Westmännerinseln.
Durch ein Lavafeld wandern: Die bizarren Formationen in Dimmuborgir wirken wie versteinerte Trolle.
Kulinarik & Kultur
Einen Hot Dog bei „Bæjarins Beztu Pylsur“ essen: Der berühmteste Stand in Reykjavík (bestell „eina með öllu“ – einen mit allem).
Lokale Schwimmbäder nutzen: Geh dorthin, wo die Isländer hingehen. Es ist der soziale Treffpunkt Nummer eins.
Frisches isländisches Lamm probieren: Ob als Steak oder in der traditionellen Fleischsuppe (Kjötsúpa).
Skyr essen: Das Original schmeckt in Island viel intensiver und cremiger.
Ein „Lopapeysa“ (Islandpulli) kaufen: Er hält dich bei jedem Wetter warm und ist das ultimative Souvenir.
Das Nachtleben in Reykjavík erleben: Am Wochenende verwandelt sich die Hauptstadt in eine riesige Partyzone.
Isländische Musik hören: Besuch ein Konzert in der Konzerthalle Harpa oder entdecke lokale Bands in kleinen Bars.
Roggenbrot aus der Erde essen: In Gegenden wie Laugarvatn wird das Brot (Rúgbrauð) durch die geothermale Hitze im Boden gebacken.
Einmalige Erlebnisse
Die Nordlichter jagen: Zwischen September und April an einem dunklen Ort in den Himmel schauen.
Die Mitternachtssonne genießen: Im Juni geht die Sonne nie ganz unter – perfekt für Wanderungen um 2 Uhr morgens.
Das Hochland (Landmannalaugar) erkunden: Bunte Rhyolith-Berge, die fast künstlich aussehen (nur im Sommer mit 4×4).
Eisberge am Diamond Beach anfassen: Dort werden Eisbrocken aus der Lagune an den schwarzen Strand gespült.
Die Hallgrímskirkja besteigen: Von oben hast du den besten Blick über die bunten Dächer von Reykjavík.
In einem Treibhaus essen: Bei Friðheimar isst man Tomatensuppe direkt zwischen den Pflanzen, die mit Erdwärme beheizt werden.
Islands Pferde reiten: Die Islandpferde haben eine eigene Gangart, den „Tölt“ – sehr bequem!
Wasser direkt aus dem Fluss trinken: In den Bergen ist das Wasser so rein, dass du deine Flasche einfach untertauchen kannst.
Den Skógafoss-Treppenaufstieg meistern: Die 527 Stufen lohnen sich für den Blick von oben.
Kleine Fischerdörfer besuchen: Orte wie Siglufjörður im Norden haben einen ganz eigenen, ruhigen Charme.
Die Geschichte der Wikinger lernen: Das Nationalmuseum in Reykjavík ist großartig aufbereitet.
Einfach mal anhalten und schweigen: Die Stille in der isländischen Einöde ist etwas, das man heutzutage selten findet.